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Projekte

Aktuelle Projekte

  • Steep Dip Imaging at the San Andreas Fault at SAFOD
    Dr. Florian Bleibinhaus
  • Seismische Tomographie Ostalpen
    (DFG project BL 770/1-1)
    Dr. Florian Bleibinhaus
  • Flachseismische Scherwellen-Refraktionsversuche zur Grundwassererkundung
    Jan Walbrecker
    Konventionelle Versuche, in der Münchner Schotterebene mit P-Wellen den oberflächennahen Grundwasserstauer aufzulösen, blieben bisher ohne Erfolg. Grund dafür ist der relativ geringe Impedanzkontrast zwischen Aquifer (wassergesättigte, quartäre Kiese) und Aquiclude (Wechsellagen aus Mergel, Ton). Um diese Grenzschicht zu erkunden und die Mächtigkeit und weitere Eigenschaften der grundwasserführenden Schicht zu bestimmen, werden kombinierte P- und SH-Versuche unternommen.
  • Steep-dip prestack-migration von reflexionsseismischen TRANSALP Daten
    Robin Groschup
    TRANSALP ist ein internationales Forschungsprojekt zur Untersuchung der Tiefenstruktur und Geodynamik der Ostalpen (s. TRANSALP Projektbeschreibung). Im Kern besteht es aus einem seismischen Profil, das 98/99 vermessen wurde. Die Daten wurden bereits mit der Methode der CMP-Stapelung ausgewertet (siehe Lüschen, E., Lammerer, B., Gebrande, H., Millahn, K., Nicolich, R, TRANSALP Working Group, 2004. Orogenic structure of the Eastern Alps, Europe, from TRANSALP deep seismic reflection profiling, Tectonophys. 388, 85-102.), aber diese Methode ist eigentlich für steile Reflektoren, wie man sie besonders im Kristallin erwarten kann, nicht geeignet. So ist die geometrische Lage geneigter Reflektoren in Poststack-migrierten Darstellungen oft unzureichend korrigiert, inbesondere können steile Reflektoren gar nicht abgebildet werden. Deshalb sind eine Reihe wissenschaftlicher Fragen ungeklärt, z.B. bezüglich der Periadriatischen Linie, eine strike-slip Störung, die die Ostalpen vom Südalpin trennt.
    Die Prestack-migration ist gegenüber konventionellen Stapelmethoden komplizierter, aufwendiger und empfindlicher gegenüber fehlerhaften Geschwindigkeitsmodellen, deswegen wurde sie bislang nicht durchgeführt. Mittlerweile liegt allerdings ein neues 2D-Geschwindigkeitsmodell für die Alpen vor, das den Ansprüchen genügt. Eine Neubearbeitung der Daten mit dieser Methode ist daher vielversprechend.
    Die Prestack-Migration wird seit einigen Jahren auch in der Explorationsindustrie angewandt, wenn die geologischen Verhältnisse zu kompliziert für einfachere Verfahren sind. Verwandte Verfahren halten neuerdings auch in der Seismologie Einzug, z.B. bei der Abbildung des Bruchvorgangs beim Sumatra-Andaman Beben, 2004 mit teleseismischen Array-recordings.

Projektvorschläge

by last modified 11. Nov 2019 14:24
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Printed 17. May 2021 15:25